Gefahrgut schützen mit zertifizierten Verpackungen

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Der Transport gefährlicher Güter ist stets mit Risiken verbunden. Unsachgemäße Handhabung oder Verpackung kann Menschen, Tiere und die Umwelt gefährden. Um diese Risiken zu minimieren, gelten strenge internationale Vorschriften – und konforme, hochwertige Verpackungen spielen eine entscheidende Rolle für Sicherheit und Zuverlässigkeit.

Strenge Vorschriften für den Gefahrguttransport

Die Vereinten Nationen (UN) haben strikte Anforderungen an Verpackungen für gefährliche Güter festgelegt, insbesondere in Bezug auf Auslaufschutz. Außerdem gilt:

  • Verpackungsmaterialien und Verschlüsse müssen eine Kontamination des Inhalts oder durch den Inhalt verhindern
  • Die verwendeten Materialien dürfen keine schädlichen oder gefährlichen Stoffe enthalten
  • Verpackung und Verschluss müssen stabil, langlebig und solide konstruiert sein

Beim Lufttransport müssen Verpackungen zudem Druckschwankungen standhalten, um Verformungen oder Undichtigkeiten zu vermeiden.

Gefahrgutklassifizierung

Nur Verpackungen mit gültiger UN-Kennzeichnung

Gefährliche Güter dürfen nur in Verpackungen mit gültiger UN-Kennzeichnung transportiert werden. UN-zertifizierte Verpackungen werden umfangreichen Prüfungen – darunter Fall- und Stapeltests – unterzogen, um ihre Widerstandsfähigkeit und Dichtigkeit zu bestätigen.

Die Prüfintensität hängt von der jeweiligen Verpackungsgruppe ab. Nach der Zulassung wird die UN-Kennzeichnung auf dem Behälter eingeprägt oder aufgedruckt und bleibt fünf Jahre ab Produktionsdatum gültig.

UN-Kennzeichnung

Wie man die richtige Verpackung auswählt

Jede Chemikalie erhält eine UN-Nummer, die ihre Gefährdungseigenschaften beschreibt. Diese Nummer – angegeben im Sicherheitsdatenblatt (SDS) – legt fest, wie der Stoff transportiert werden muss und welcher Verpackungsgruppe er zugeordnet ist. Jede UN-Kennzeichnung enthält einen Buchstaben, der der Verpackungsgruppe entspricht (siehe Tabelle):

Kennzeichnung Verpackungsgruppe Gefährdung
X I, II & III Hoch
Y II & III Mittel
Z III Gering

Die Vorschriften bestimmen auf Grundlage der UN-Nummer, welcher Verpackungstyp und welche Kennzeichnung erforderlich sind sowie ob zusätzliche Kriterien erfüllt werden müssen.

Aufgrund ihrer Konstruktion sind CurTec-Fässer, Eimer und Dosen für Feststoffe ausgelegt und als Typ 1H2 (offenes Kunststofffass für Feststoffe) klassifiziert.

Jede UN-Kennzeichnung gibt außerdem die Verpackungsgruppe, das Herstellungsjahr und das zulässige Bruttogewicht an. Abhängig vom Transportmodus – Straße, Schiene, See oder Luft – können weitere Anforderungen gelten.

Verstöße beim Gefahrguttransport

Weiterführende Lektüre

Erfahren Sie mehr über typische Compliance-Fehler beim Transport gefährlicher Güter im Artikel „Vier häufige Verstöße beim Transport gefährlicher Stoffe“ und wie Sie diese vermeiden können.

Mehr erfahren: UN für Einsteiger

Der Versand und die Lagerung gefährlicher Güter bergen hohe Risiken – und gemeinsame Verantwortlichkeiten. Wer trägt die Verantwortung? Welche Faktoren bestimmen die richtige Verpackung? Und wie bleibt man konform, während man Menschen und Umwelt schützt?

Unser Whitepaper „UN für Einsteiger“ erklärt Schritt für Schritt das UN-System für die Verpackung gefährlicher Feststoffe und hilft Ihnen, fundierte, konforme Verpackungsentscheidungen zu treffen. Für praxisnahe Einblicke in sichere und zuverlässige Gefahrgutverpackungen:

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